Wochenrückblick Wetter – 2026 KW 21

Wochenrückblick Wetter – 2026 KW 21

Einleitung

Die vergangene meteorologische Woche, vom 14. Mai bis zum 20. Mai 2026, präsentierte sich in Deutschland von einer wechselhaften Seite, die den Übergangscharakter des späten Frühlings deutlich widerspiegelte. Von kühlen Nächten und frischen Tagen zu Beginn der Periode bis hin zu spürbar milderen, fast sommerlichen Temperaturen gegen Ende der Woche, bot das Wetter eine breite Palette an Eindrücken. Während der Norden und die Mitte des Landes überwiegend trockenere Phasen erlebten, zeigte sich der Süden, insbesondere Bayern, von einer deutlich feuchteren Seite, geprägt von wiederholten Niederschlägen. Dieses Tagebuch fasst die wesentlichen Wettereindrücke und -daten der letzten sieben Tage für ausgewählte deutsche Metropolen zusammen.

Temperaturextreme

Die Temperaturen in Deutschland zeigten im Verlauf der Woche eine klare Tendenz zur Erwärmung, wenngleich mit regionalen Unterschieden und gelegentlichen Rückschlägen.

Maximale Tagestemperaturen

  • Berlin: Die Hauptstadt begann die Woche am 14. Mai mit moderaten 13,7°C, erlebte jedoch einen stetigen Anstieg der Höchstwerte. Den wärmsten Tag verzeichnete Berlin am 19. Mai mit angenehmen 20,3°C, bevor es am 20. Mai leicht auf 19,6°C abkühlte.
  • München: Im Süden startete München ebenfalls kühl mit 13,0°C am 14. Mai. Die Temperaturen zeigten hier eine weniger lineare Entwicklung; nach einem Tief von 11,8°C am 16. Mai erreichte die bayerische Landeshauptstadt am 18. Mai ihren Wochenhöchstwert von 18,3°C. Am letzten Tag der Betrachtung, dem 20. Mai, lag die Maximaltemperatur bei 17,8°C.
  • Hamburg: Die Hansestadt zeigte ein ähnliches Muster wie Berlin. Von anfänglichen 12,3°C am 14. Mai kletterten die Temperaturen kontinuierlich. Der Spitzenwert von 19,3°C wurde am 18. Mai registriert, bevor die Werte am 19. Mai bei 19,0°C und am 20. Mai bei 18,2°C lagen.

Die höchste gemessene Tageshöchsttemperatur innerhalb dieser Woche lag somit in Berlin bei 20,3°C am 19. Mai. Im Allgemeinen wurde zum Ende der Woche hin die 20-Grad-Marke zumindest angenähert oder überschritten, was auf eine zunehmend frühlingshafte bis sommerliche Witterung hindeutete.

Minimale Nachttemperaturen

  • Berlin: Die Nächte waren zu Beginn noch recht frisch. Am 15. Mai fiel die Tiefsttemperatur auf 5,2°C. Gegen Ende der Woche stiegen die Nachttemperaturen deutlich an und erreichten am 20. Mai mit 14,1°C einen milden Wert, der kaum mehr von nächtlicher Kühle sprach.
  • München: Besonders im Süden waren die Nächte teilweise empfindlich kühl. München registrierte am 18. Mai die niedrigste Nachttemperatur von lediglich 4,2°C. Eine deutliche Erwärmung stellte sich erst am Ende der Woche ein, mit 12,3°C in der Nacht zum 20. Mai.
  • Hamburg: Die absolut niedrigste Temperatur der gesamten Woche wurde in Hamburg gemessen. Am 15. Mai sank das Thermometer hier auf 3,7°C, was nochmals die Notwendigkeit von warmer Kleidung in den Morgenstunden unterstrich. Ähnlich wie in Berlin stiegen auch hier die Nachttemperaturen signifikant an, auf 12,5°C am 20. Mai.

Die kälteste Nacht wurde demnach in Hamburg mit 3,7°C in der Nacht zum 15. Mai registriert, was für Mitte Mai unter dem Durchschnitt liegt und nochmals an Spätfröste erinnern konnte.

Niederschlag

Die Niederschlagsverteilung war in der vergangenen Woche sehr heterogen, wobei der Süden Deutschlands deutlich mehr Regen abbekam als der Norden und Osten.

  • Berlin: Die Hauptstadt erlebte eine weitgehend trockene Woche. Nach anfänglichen 4,7 mm am 14. Mai folgte eine fünf Tage lange Trockenperiode. Erst am 20. Mai fielen wieder signifikante 8,7 mm Niederschlag. Insgesamt summierten sich die Niederschläge in Berlin auf 13,4 mm für die gesamte Woche.
  • München: Die bayerische Metropole war der Spitzenreiter in Sachen Niederschlag. Besonders am 15. Mai fielen kräftige 15,8 mm Regen, gefolgt von 8,1 mm am 16. Mai. Nach einem trockenen Tag am 17. Mai setzte sich der Regen mit 1,8 mm am 18. Mai, 5,4 mm am 19. Mai und 7,8 mm am 20. Mai fort. Die Gesamtniederschlagsmenge für München betrug beeindruckende 39,4 mm.
  • Hamburg: In Hamburg war der Niederschlag über die Woche verteilt, meist in geringen Mengen. Die Tage vom 14. bis 19. Mai sahen regelmäßige, aber geringe Mengen zwischen 0,2 mm und 4,2 mm. Am 20. Mai kam es zu einem stärkeren Regenereignis mit 9,1 mm. Die Wochensumme für Hamburg belief sich auf 23,3 mm.

Während Berlin und weite Teile des Nordostens eine eher trockene Mitte der Woche verzeichneten, zeigte sich insbesondere Süddeutschland unter dem Einfluss feuchter Luftmassen, die immer wieder zu Schauern und Regenfällen führten. Die höchsten täglichen Niederschlagsmengen wurden in München am 15. Mai mit 15,8 mm gemessen.

Vergleich mit dem Normalwert

Der Mai ist in Deutschland ein klassischer Übergangsmonat, der von wechselhaftem Wetter und einem allmählichen Übergang zu sommerlicheren Bedingungen geprägt ist. Die Durchschnittstemperaturen für Mitte Mai liegen in der Regel bei Tageshöchstwerten zwischen 15°C und 20°C und Nachttiefstwerten im einstelligen Bereich. Der Beginn der betrachteten Woche war mit Höchstwerten um 12-14°C und Nachttiefstwerten unter 5°C (in Hamburg und München) tendenziell leicht unterdurchschnittlich kühl für diese Jahreszeit. Die rasche Erwärmung zur Wochenmitte und -ende, mit Temperaturen, die die 20-Grad-Marke erreichten oder überschritten, entsprach dann eher dem saisonalen Normalwert und deutete auf eine typische Entwicklung hin.

Hinsichtlich des Niederschlags zeigte sich eine deutlichere Abweichung von regionalen Normalwerten. Während ein gewisses Maß an Niederschlag im Mai durch Schauer und Gewitter üblich ist, stach die hohe Niederschlagsmenge in München hervor. Mit fast 40 mm in einer Woche, insbesondere konzentriert auf den 15. und 16. Mai, lag der Süden deutlich über dem typischen Durchschnitt für eine einzelne Woche im Mai. Berlin hingegen erlebte eine überdurchschnittlich trockene Phase in der Wochenmitte, was für Vegetationsperioden durchaus als Defizit wahrgenommen werden kann. Hamburgs Niederschläge waren zwar kontinuierlicher, lagen aber in der Summe im Bereich, der für die Region als durchschnittlich betrachtet werden kann, wenn auch mit einem stärkeren Ereignis am Wochenschluss.

Ausblick

Nach dieser wechselhaften, aber insgesamt wärmer werdenden Woche ist in den kommenden Tagen mit einer Fortsetzung der milder werdenden Tendenz zu rechnen. Die Luftmassen scheinen sich weiter zu stabilisieren, was zwar nicht zwangsläufig durchgehend sonniges Wetter bedeutet, aber die Wahrscheinlichkeit von sehr kühlen Nächten reduziert. Die regionalen Unterschiede im Niederschlag könnten sich fortsetzen, wobei das Schauer- und Gewitterrisiko im Zuge der Erwärmung und der damit verbundenen Instabilität der Atmosphäre generell zunimmt. Das Wetter in Deutschland dürfte somit den Charakter eines klassischen späten Frühlings mit allen seinen Facetten beibehalten.